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UV-Direktdruck — vollfarbig aufs fertige Objekt

Kein Aufkleber, keine Folie, keine Gravur: die Tinte geht direkt auf Holz, Glas, Acryl, Metall, Kunststoff oder Leder und härtet im selben Moment aus. Vollfarbig, mit fühlbarem Relief — und ab einem Stück, weil es nichts zu rüsten gibt, was sich erst ab Menge X rechnet.

Vollfarbig bedrucktes Logo mit Farbverlauf von Rot über Violett zu Blau, direkt auf eine schwarze Lederoberfläche gedruckt, mit glänzender, leicht erhabener Oberfläche
Druckfläche
bis 330 × 420 mm, Objekte bis 100 mm hoch
Relief
bis 5 mm
Farbe
CMYK plus Weiß und Lack, bis 1440 dpi
Stückzahl
ab 1

01 — Wie UV-Direktdruck arbeitet

Drucken und Aushärten in einem Durchgang

UV-Direktdruck trägt Tinte direkt auf das fertige Objekt auf und härtet sie im selben Arbeitsgang mit UV-Licht aus. Weil die Tinte nicht einzieht und nicht trocknen muss, funktioniert das Verfahren auch auf Oberflächen, die keine Feuchtigkeit aufnehmen — Glas, Metall, Acryl — und das Objekt ist unmittelbar nach dem Druck belastbar.

DirektDer Druckkopf fährt über das Objekt selbst. Kein Trägermaterial, kein Transfer, nichts, was sich später ablösen kann.
Sofort festEine UV-Lampe härtet jede Bahn direkt hinter dem Druckkopf aus. Deshalb verläuft nichts und deshalb lassen sich Schichten übereinanderlegen.
VollfarbigCMYK für das Motiv, Weiß als Untergrund auf dunklem oder durchsichtigem Material, Lack für Glanz und Struktur.
Ohne RüstkostenKein Klischee, kein Sieb, keine Druckform. Der Aufwand für ein Stück unterscheidet sich kaum vom Aufwand für zehn — deshalb gibt es hier keine Mindestmenge.

02 — Worauf wir drucken

Sechs Werkstoffgruppen

Holz

Roh, geölt oder lackiert. Die Maserung bleibt sichtbar, wenn ohne Weiß gedruckt wird — oder verschwindet unter einer deckenden Weißschicht. Beides ist eine bewusste Entscheidung, keine Nebenwirkung.

Glas

Flach und plan. Mit Weiß hinterlegt wird das Motiv auch vor hellem Hintergrund deckend. Gewölbte Gläser und Flaschen laufen über den Rotationsaufsatz.

Acryl

Der dankbarste Werkstoff: plan, hell, glatt. Motive lassen sich von vorn oder spiegelverkehrt von hinten drucken — letzteres liegt dann geschützt hinter dem Material.

Metall

Alu, Edelstahl, beschichtete Bleche. Weiß als Grundierung ist hier fast immer nötig, sonst wirkt das Motiv auf dunklem Metall stumpf.

Kunststoff

Auch 3D-gedruckte Teile aus unserer eigenen Fertigung: Beschriftung, Logo, Farbmarkierung oder Seriennummer direkt auf das Bauteil, ohne Aufkleber. Mehr dazu.

Leder

Echt und Kunstleder. Die Tinte liegt auf der Oberfläche, das Material bleibt biegsam — bei stark beanspruchten Kanten ist das aber die Grenze des Verfahrens.

Ausführlich je Werkstoff — Haftung, Vorbehandlung, Innen oder Außen — auf der Seite UV-Druck auf Holz, Glas, Acryl und Metall.

03 — Relief und Textur

Das, was ein Aufkleber nicht kann

Bis 5 mm fühlbare Höhe.

Die Maschine legt Lackschichten übereinander und härtet jede sofort aus. So entsteht ein Motiv, das man ertasten kann: geprägte Logos, nachgebildete Holzmaserung, Lederstruktur, taktile Beschriftung. Wie Reliefdruck funktioniert und wo er sich lohnt.

Zum Reliefdruck

04 — Was in die Maschine passt

Maße, an denen sich vorab prüfen lässt

Die meisten Anbieter nennen diese Zahlen nicht. Wir schon — damit Sie vor der Anfrage wissen, ob Ihr Objekt überhaupt infrage kommt.

Flache Objektebis 330 × 420 mm Druckfläche, bis 100 mm Objekthöhe, bis 1,5 kg. Schmale Teile laufen auf einem Mini-Flachbett von 330 × 90 mm.
Runde ObjekteFlaschen, Becher, Tumbler: bis 100 mm Durchmesser, bis 240 mm Länge, bis 1 kg. Sie drehen sich unter dem Druckkopf.
WölbungDie entscheidende Grenze, und die am häufigsten übersehene: Über die zu bedruckende Fläche darf der Höhenunterschied 2 mm nicht übersteigen. Ein leicht bombiertes Schild geht, eine Kugel nicht.
Auflösungbis 1440 dpi. Feine Schrift, Farbverläufe und Fotos sind kein Problem — bei sehr kleinen Schriftgraden entscheidet eher das Material über die Kantenschärfe als die Maschine.

Unsicher, ob Ihr Objekt passt? Maße und Material in die Anfrage schreiben, wir sagen es Ihnen vorab — auch wenn die Antwort nein lautet.

05 — UV-Direktdruck und Tampondruck

Zwei Verfahren, zwei Anwendungsfälle

Tampondruck bieten wir nicht an — wir haben keine Tampondruckmaschine. Wenn Sie danach suchen, lohnt trotzdem der Vergleich: für einen Teil der Aufträge ist UV-Direktdruck das passendere Verfahren, für einen anderen Teil ist er es eindeutig nicht.

AuflageTampondruck braucht ein Klischee pro Farbe. Das kostet einmalig und rechnet sich ab mittleren Auflagen. UV-Direktdruck hat keine Druckform — deshalb ist er bei 1 bis 100 Stück im Vorteil und bei 10.000 Stück im Nachteil.
WölbungHier gewinnt Tampondruck klar: das Silikonkissen passt sich stark gewölbten und unebenen Flächen an. UV-Direktdruck ist bei 2 mm Höhenunterschied am Ende.
FarbigkeitTampondruck legt Farbe für Farbe auf, jede mit eigenem Klischee. UV-Direktdruck druckt Vollfarbe, Fotos und Verläufe in einem Durchgang — ohne Aufpreis pro Farbe.
WechselAnderes Motiv heißt beim Tampondruck neues Klischee. Beim UV-Direktdruck heißt es andere Datei: personalisierte Einzelstücke in einer Serie kosten keinen Aufschlag.

Kurz: Große Auflage mit einem Motiv auf stark gewölbten Teilen → Tampondruck. Kleine Menge, viele Farben oder jedes Stück anders → UV-Direktdruck.

06 — UV-Druck, UV-DTF und Siebdruck

Drei Begriffe, die oft verwechselt werden

UV-Direktdruck

Tinte direkt auf das Objekt, sofort ausgehärtet. Nichts liegt dazwischen, nichts kann sich ablösen. Setzt voraus, dass das Objekt unter den Druckkopf passt und weitgehend eben ist. Das ist unser Verfahren.

UV-DTF

Der Druck entsteht auf einer Folie und wird anschließend aufs Objekt übertragen. Der Vorteil: Form und Größe des Objekts spielen kaum eine Rolle. Der Preis dafür ist eine Transferschicht, die auf dem Material liegt.

Siebdruck

Farbe wird durch ein Sieb gerakelt, ein Sieb pro Farbe. Sehr wirtschaftlich bei hohen Auflagen mit wenigen Farben, unwirtschaftlich bei Einzelstücken und Vollfarbmotiven.

07 — Ablauf

Von der Anfrage zum bedruckten Objekt
01

Objekt und Motiv beschreiben

Was soll bedruckt werden, wie groß ist es, aus welchem Material? Dazu die Motivdatei — am liebsten als Vektor (PDF, SVG, AI, EPS), Pixeldateien gern mit mindestens 300 dpi in Originalgröße.

02

Machbarkeit und Angebot

Wir prüfen Maße, Wölbung und Oberfläche und melden uns innerhalb von 48 bis 72 Stunden mit einem unverbindlichen Angebot — oder mit einer klaren Absage samt Begründung.

03

Objekt zu uns

Sie schicken uns Ihre Objekte oder bringen sie in Freudenstadt vorbei. Bei Serien empfehlen wir ein Musterstück vorab — insbesondere bei Materialien, die wir noch nicht von Ihnen kennen.

04

Druck und Rückversand

Gedruckt wird mit CMYK, Weiß und Lack in einem Durchgang. Nach dem Aushärten ist das Objekt sofort belastbar und geht zurück an Sie oder direkt an Ihre Empfänger.

08 — Was wir nicht machen

Damit Sie nicht umsonst anfragen
Keine Laser-GravurWir haben keinen Laser im Haus. Wenn Sie ausdrücklich eine Gravur brauchen — also eine Vertiefung im Material statt Farbe darauf — sind wir der falsche Betrieb.
Kein TextildruckT-Shirts, Hoodies, Taschen: dafür braucht es andere Verfahren und andere Maschinen.
Kein Folien- und AufklebergeschäftWir drucken auf das Objekt, nicht auf ein Trägermaterial, das später aufgeklebt wird.
Kein GroßformatBei 330 × 420 mm ist Schluss. Bauzäune, Plakate und Messewände macht ein Großformatdrucker besser und günstiger.

09 — Häufige Fragen zum UV-Druck

Was ist UV-Druck?

UV-Druck ist ein Digitaldruckverfahren, bei dem die Tinte unmittelbar nach dem Auftragen mit UV-Licht ausgehärtet wird. Sie zieht dadurch nicht ins Material ein und muss nicht trocknen, sondern bleibt als feste Schicht auf der Oberfläche. Beim UV-Direktdruck wird direkt auf das fertige Objekt gedruckt — auf Holz, Glas, Acryl, Metall, Kunststoff oder Leder — ohne Folie, Transfer oder Zwischenträger.

Auf welchen Materialien funktioniert UV-Direktdruck?

Auf allen festen, weitgehend ebenen Oberflächen: Holz, Glas, Acrylglas, Metall, Kunststoff, Leder, Keramik und Stein. Entscheidend ist weniger der Werkstoff als die Form — die Fläche muss unter den Druckkopf passen und darf über die bedruckte Fläche nicht mehr als 2 mm Höhenunterschied haben. Auf saugenden, staubenden oder stark fettenden Oberflächen ist das Ergebnis dagegen nicht zuverlässig.

Ist UV-Druck kratzfest und wetterfest?

Die ausgehärtete Schicht ist deutlich widerstandsfähiger als ein normaler Druck und übersteht den Alltag gut. Sie ist aber kein Industrielack: dauerhafte mechanische Reibung, Spülmaschinengänge und jahrelange direkte Sonne setzen ihr zu. Für den Außeneinsatz wählen wir das Material entsprechend und sagen Ihnen, was realistisch zu erwarten ist — statt pauschal „wetterfest" zu behaupten.

Was ist der Unterschied zwischen UV-Druck und UV-DTF?

Beim UV-Direktdruck geht die Tinte direkt auf das Objekt. Bei UV-DTF wird zuerst auf eine Folie gedruckt und das Motiv anschließend übertragen. UV-DTF ist flexibler bei ungewöhnlichen Formen, hinterlässt aber eine Transferschicht auf dem Material. Wir arbeiten im Direktdruck.

Kann ich ein einzelnes Stück bedrucken lassen?

Ja. UV-Direktdruck braucht keine Druckform, kein Klischee und kein Sieb — der Aufwand für ein Stück ist ungefähr derselbe wie für zehn. Deshalb gibt es bei uns keine Mindestbestellmenge, weder für Privatkunden noch für Firmen.

Wie groß darf mein Objekt sein?

Flache Objekte bis 330 × 420 mm Druckfläche, bis 100 mm Höhe und bis 1,5 kg. Runde Objekte wie Flaschen und Becher bis 100 mm Durchmesser, 240 mm Länge und 1 kg. Wichtiger als die Außenmaße ist die Wölbung: über die bedruckte Fläche sind maximal 2 mm Höhenunterschied möglich.

Was kostet UV-Druck?

Das hängt von Objekt, Motivgröße und Stückzahl ab. Wie beim 3D-Druck nennen wir keine Pauschalpreise, die am Einzelfall vorbeigehen, sondern rechnen Ihre Anfrage durch und melden uns innerhalb von 48 bis 72 Stunden mit einem unverbindlichen Angebot. Eine Anfrage kostet nichts.

Objekt, Motiv, Stückzahl.

Mehr brauchen wir nicht für ein unverbindliches Angebot — Antwort in 48 bis 72 Stunden. Konkreter wird es auf den Seiten zu Schildern, Objekten und Werbeartikeln in kleinen Mengen.

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