Was Fasern bringen
Kurzfasern im Filament machen das Teil steifer und verzugsärmer. Es biegt sich weniger unter Last und bleibt maßhaltiger bei großen Flächen.
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Zehn Sorten im FDM-Verfahren, von PLA bis PA. Was das Teil aushalten muss, entscheidet — nicht, was am häufigsten verkauft wird. Und wenn Ihre Wunschwahl für den Einsatzzweck die schlechtere ist, sagen wir das.
Die Temperaturangaben sind Orientierungswerte für die Materialwahl, keine zugesicherten Eigenschaften. Braucht Ihr Bauteil eine belegte Spezifikation, arbeiten wir mit dem Datenblatt des konkret verwendeten Filaments — nicht mit dieser Tabelle.
Kurzfasern im Filament machen das Teil steifer und verzugsärmer. Es biegt sich weniger unter Last und bleibt maßhaltiger bei großen Flächen.
Keine höhere Temperaturfestigkeit — PLA CF bleibt bei etwa 55 °C. Und keine höhere Schlagfestigkeit: faserverstärkte Teile sind steifer, aber spröder.
Matte, leicht raue Oberfläche, die Schichten fallen weniger auf. Für Sichtbauteile oft ansprechender als glänzendes PLA.
Halterungen und Aufnahmen, die sich nicht verwinden dürfen. Lange flache Teile, die sonst wellig werden. Vorrichtungen in der Werkstatt.
Faserverstärkte Materialien brauchen eine gehärtete Düse und sind im Einkauf teurer. Das steht im unverbindlichen Angebot als Materialposition, nicht als Zuschlag im Kleingedruckten.
Mechanisch vergleichbar. Carbon ist dunkel und matt, Glasfaser heller mit anderer Haptik. In der Regel entscheidet die gewünschte Optik.
Dieselbe Auswahl gibt es auf der Startseite als interaktiven Filter — dort lassen sich die Materialien direkt nach Anforderung durchklicken.
FDM steht für Fused Deposition Modeling: eine erhitzte Düse legt geschmolzenen Kunststoff Schicht für Schicht ab, bis das Bauteil steht. Es ist das verbreitetste 3D-Druckverfahren für funktionale Kunststoffteile — robust, materialvielfältig und wirtschaftlich schon bei einem Stück. Der sichtbare Schichtaufbau ist die charakteristische Eigenschaft des Verfahrens.
Soll es gut aussehen und drinnen bleiben: PLA. Soll es etwas aushalten oder nach draußen: PETG. Muss es dauerhaft in die Sonne: ASA. Der wichtigste Unterschied ist die Wärme — PLA verformt sich ab etwa 55 °C, PETG hält bis etwa 70 °C.
ASA. Es vergilbt nicht und bleibt auch nach Monaten in der Sonne belastbar. PETG hält Wetter gut aus, verfärbt sich unter starker UV-Belastung aber langsam. PLA ist für dauerhaften Außeneinsatz nicht geeignet.
Es gibt kein „stabilstes“ — die Frage ist, gegen was. Für Steifigkeit: PETG CF oder PETG GF. Für Zähigkeit und Verschleiß: PA. Für Hitze: PA, dann ASA und ABS. Für Chemikalien: PP. Deshalb fragen wir nach dem Einsatzzweck, bevor wir ein Material empfehlen.
Ja, aber meist weniger, als man denkt: bei den meisten Aufträgen ist die Druckzeit der größere Posten. Ins Gewicht fallen vor allem faserverstärkte Materialien und Sorten, die Trocknung oder eine Spezialplatte brauchen. Wie sich ein Preis zusammensetzt: Preise.
Nein. Unabhängig vom Filament entstehen beim FDM-Druck Schichtfugen und Hohlräume, die sich nicht sicher reinigen lassen. Für Teile mit Lebensmittelkontakt ist das Verfahren nicht geeignet.
Fragen Sie an. Die zehn Sorten sind das eingefahrene Programm, bei dem Profile und Erfahrungswerte sitzen. Ein Sondermaterial bedeutet Beschaffung, Einfahren und ein Ausschussrisiko — das kalkulieren wir dann offen mit, statt es zu verschweigen.
Beschreiben Sie den Einsatzzweck — wo das Teil sitzt, was es aushalten muss, wie warm es wird. Die Materialempfehlung ist im unverbindlichen Angebot enthalten und kostet nichts extra.